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News - Deutschland Cup 2005  
   

Erstmalig wurde dieses Jahr der sogenannte Deutschland Cup unter den Kanu Freestylern der Nation ausgetragen. Dabei sollte die Verteilung der Events auf Plattling, die Oker und den Augsburger Eiskanal bewirken, dass Heimvorteile so gut wie möglich beseitigt werden um auch wirklich den besten deutschen Akrobaten zu ermitteln.

Das traditionelle Plattlingrodeo fand bereits Ende Mai statt und zog, wie eigentlich immer, eine beeindruckend hohe Zahl Teilnehmer wie Zuschauer an und stellte damit gleich zu Beginn der Wettkampfsaison einen kleinen Höhepunkt dar. Ebenso typisch für Plattling: das subtropisch heiße Wetter und die blutrünstigen Mücken kurz vor Sonnenuntergang.

Foto: Horst Fürsattel

Besonders erwähnenswert an dieser Stelle sei das neue computergesteuerte Judgingsystem, mit dem Herbert Hummel, Berufsprogrammierer aus Augsburg, dem ewigen Papierkrieg der Schiedsrichter ein Ende bereitete. Auch auf weiteren Events in Europa kam das System zur Anwendung und beim DC Finale in Augsburg wurde sogar eine elektronische Punktetafel angeschloßen, welche für Teilnehmer und Zuschauer unmittelbar nach einem Lauf die entsprechende Wertung anzeigte. Ausführliche Infos zu den neuen Regeln gibt´s auf Playboaters.de.

Auf Grund der hohen Teilnehmerzahl war das Nivea entsprechend hoch. Bei den Herren gewann der amtierende Vizeweltmeister Billy Harris vor Tobi Bersch, der sich damit die Bayerische Meisterschaft sicherte.

Foto: Simon Strohmeier

Ende August traf sich die (bis auf wenige Ausnahmen) mittel- und norddeutsche Freestyle Gemeinde im abgelegenen Harz an der Oker wieder. In einer Jugendherge unweit der Austragungsstelle kam die gesamte Teilnehmerschar unter und so waren amüsante Abende nach der anstrengenden Paddelei untertags garantiert. Der Spot selbst übertraf selbst unsere hohen Erwartungen - trotz dunkler Vorahnung bot die Walze doch Potenzial für sämtliche Highscore Moves auf dem Schiedsrichter Blatt und so kamen glücklicherweise auch die Judges auf ihre Kosten.

Foto: Simon Strohmeier

Im Finale lieferten sich Daniel Krummreich aus Hamburg und Simon Strohmeier ein wahrlich sehenswertes Duell, welches Simon in der letzten Runde auf Grund hoher Konstanz und sauberer Moves knapp für sich zu entscheiden vermoche.

Foto: Seppi Strohmeier

Und eben diese beiden waren beim großen Showdown in Augsburg dann auch die verbliebenen Titelaspiranten für den Deutschland Cup. Zugleich wurde bei diesem finalen Event die Deutsche Meisterschaft ausgetragen, weshalb sich dann auch Mitte September das who-is-who der deutschen Rodeoszene am Eiskanal ein Stelldichein gab.

Foto: Sepp Strohmeier

Im Gegensatz zu Plattling und Oker dominierte hier das kühle Regenwetter und so manch Schaulustiger war froh, als am Sonntag rechtzeitig zum Finale endlich die Sonne ein wenig zu blinzeln begann. Denn dieses Finale war zweifellos sehenswert und an Spannung kaum zu überbieten. Am Ende konnte sich nur behaupten, wer neben hoch bewerteten Top-Score-Moves auch eine überragende Konstanz an den Tag legte. Alte Bekannte wie Stephan Pätsch, Markus Hummel, Stefanie Bank, Malte Reinders und Jutta Kaiser räumten in den Klassen OC1, C1, K1WJ, K1MJ und K1W ab.
Nur bei den Herren kam alles anders. Simon Strohmeier, noch von der Oker in Bestform, ließ Größen wie Nico Langner (Dt. Meister des Vorjahres) und Tobi Bersch (Europameister sowie Bayerischer Meister) abgeschlagen hinter sich und holte sich mit einem weiteren Sieg den Titel des Deutschen Meisters und Deutschland Cup Gewinners in einem Zug. Respekt!

Foto: Sepp Strohmeier

Ausführlichere Berichte mit zusätzlichen Bildern zu allen Events gibt´s übrigens auf Playboaters.de...

 
 
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