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| News - Doubs Report | |||||
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Freitag, 31.03. 15.37 Uhr / München
Ich steh gerade auf der Reichenbachbrücke, als mein Telefon läutet und eine sms von Markus Leppänen anzeigt: Mega Wasser in Lyon! Laß uns heute da runter bomben. Jan Grünwald ist auch dabei! Zwei Tage soulsurfen!. Freitag, 31.03. 23.00 Uhr / Freiburg Nach Münchner Berufsverkehr, 350 km Autofahrt und der Einsicht, dass die Rhone für die Welle in Lyon deutlich zu viel Wasser führt, befinden wir uns schließlich bei Bastian Pöschl. Bastian ist seit einiger Zeit Wahl-Freiburger und nimmt uns für diese Nacht bei sich zu Hause auf. Morgen will er uns den Doubs zeigen. Samstag, 01.04. 12.00 Uhr / La Scie, Frankreich La Scie besteht aus etwa vier bis fünf Häusern am Ufer des Doubs und gibt der Welle, die sich über den gesamten Strom spannt ihren Namen. La Scie hat sogar ein Kehrwasser und ist für eine Welle dieser Größe sehr entspannt zu surfen aber trotzdem schnell und hoch. La Scie ist die Welle, von der wir den Winter über geträumt hatten.
Am späten Nachmittag sinkt der Wasserstand deutlich. Wir verabschieden uns von Bastian und folgen dem Ruf der Locals, die uns zu La Malate führen, einer Wehranlage, hinter der der Doubs eine etwa drei Meter hohe und noch deutlich längere pulsierende Wasserwand errichtet, die wir einstimmig als nicht kontrollierbar einschätzen und aus der es wohl auch kein Entrinnen mehr gibt.
Na ja, zumindest bis plötzlich der erste Franzose sein Boot vom Autodach lädt um sich flussauf mehr oder weniger warmzupaddeln. Tatsächlich baut sich etwa in der Mitte des rechten Wehrkanals eine steile, grüne Wellenschulter auf, die von Zeit zu Zeit unter dumpfem Grollen vorne über kippt, um sich kurz darauf wieder um so mächtiger neben der Walze aufzutürmen. Nachdem es der Franzose nicht nur geschafft hat den einen, sondern auch noch drei weitere Läufe zu überleben, wagen auch wir uns noch aufs Wasser und erfahren, dass Freestyle paddeln mental ebenso anspruchsvoll sein kann wie schweres Wildwasser.
Sonntag, 02.04. 12.00 Uhr / La Roche Sonntag surfen wir nur kurz auf La Malate, um festzustellen, dass der Wasserstand weiter gesunken ist. Die Wellenschulter ist nicht mehr so schön zu paddeln wie am Vorabend und wir fahren weiter flussauf zu La Roche, einer flussbreien Walze, die sich mittig zur Welle öffnet. Dort verbringen wir noch ein paar entspannte Stunden, bevor wir uns mit der Gewissheit auf den Heimweg machen, noch öfters zurück zu kommen. Ganz sicher.
Text: Simon |
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