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News - Freestyle Showdown in Österreich  
   

Im Juni 2007 stand der Kanu Freestyle ganz im Zeichen Österreichs. Den Anfang machten die Grazer an der Radetzky Welle, Höhepunkt war der Eurocup Auftakt in Lienz und anschließend gings noch einmal nach Graz zum Hauptbrückenrodeo auf die Mur.

2. Juni 07 - Graz
Zusammen mit Sanne und Maus machen Simon und ich uns noch Freitag Nachmittag auf den Weg in die schöne Steiermark und kommen, gerade rechtzeitig, zur großen Grillparty am Bootshaus des Grazer Kanu Clubs an. Nach der Grillerei fühlen sich Simon und Maus noch unausgelastet und erkunden mit Partyguide Herzig das Grazer Stadtleben bis zum Morgengrauen. Dank eiserner Überwindung schaffen sie es dennoch zu den Vorläufen an die Radetzky Brücke.


Foto: Heimo Streif


Foto: Heimo Streif

Die Mur hat einen Pegel von 310cm. Damit steht unter der Radetzkybrücke keine Welle sondern eine kräftige Wasserwalze, die zwar eine große Bandbreite von Figuren zulässt, allerdings auch nicht so leicht zu bändigen scheint. Aus dem internationalen Teilnehmerfeld sticht besonders Vize-Weltmeister Peter Csonka hervor, der mit beidseitigen McNasties die Messlatte hoch legt. Aber auch die Grazer Locals Michael Strömer und Daniel Herzig zeigen, dass sie ihren Spot gut kennen. Mit den oben genannten schaffen es noch Simon und ich, uns mit satten Airloops und Space Godzillas fürs Finale der besten 5 zu qualifizieren.


Simon springt ab zum Loop, Foto: Heimo Streif


Foto: Stefan "Maus" Haderer

Das Niveau der Läufe ist hier extrem hoch. Tricky Woos und Phonics Monkeys werden gezaubert. Besonders spannend wird es in Runde drei, als Simon und ich fast identische Läufe fahren und er sich mit kleinem Punktevorsprung auf Platz zwei hinter Peter schieben kann.

Weitere Berichte und Ergebnisse gibt's auf Kajak.at und KajakGraz.com

22. - 24. Juni 07 - Lienz
Organisator Thomas Zimml hat sich ins Zeug gelegt und in Lienz einen Event der Extraklasse auf die Beine gestellt. Neben dem legendären Teva Pappbootrennen findet an der Drauwalze der Auftakt des diesjährigen Eurocups statt.


Foto: Deb Pinniger

Topfavorit Csonka war schon eine Woche zuvor zum Trainieren angereist, denn das Teilnehmerfeld liest sich wie das "who-is-who" der Europäischen Freestyle Szene. Aus Frankreich ist Europameister Matthieu Dumoulin am Start, aus den Niederlanden Casper Van Kalmthout, der Thun Gewinner vom letzten Jahr.


Casper beim Fisher King, Foto: Deb Pinniger

Und dann sind da noch haufenweise Engländer, Tschechen, Slowaken, Slovenen, Schweden, Schweizer, Österreicher und Deutsche. Nur ich armes Würstchen muss bis Freitag Mittag in der Uni bleiben und schaffe es erst am Spätnachmittag nach Osttirol. Ohne Training und Vorbereitung hab ich mit der Walze so meine Probleme, schaffe es aber, mich ins Viertel- und Halbfinale zu schieben. Peter und Simon hingegen zeigen einen Highscore Lauf nach dem nächsten und wechseln sich in der Führung ab.


Simon ganz nah, Foto: Deb Pinniger

Die Walze ist rechts sehr flushy und in der Mitte liegt ein tückischer Stein der das Loopen erschwert. Aber mit der Zeit stelle ich mich auf die Eigenheiten der Stelle ein und lerne, welche Figuren ich wie fahren kann. Im Halbfinale der besten 10 werden Läufe auf höchstem Niveau gezeigt und für manchen Favoriten kommt hier bereits das Aus. Im Finale dann die große Überraschung: Vize-Weltmeister Czonka scheitert im zweiten Lauf und landet damit auf Platz 4. In der nächsten Runde kann ich mich für Graz revanchieren und verweise Simon auf Platz 3. Allerdings bin ich mit den Kräften völlig am Ende und schaffe es nicht mehr, Jon Best im Stechen um Platz 1 Paroli zu bieten. Der Sieg geht daher nach Großbritannien.


Jon Best loopt sich zum Sieg, Foto: Deb Pinniger

Trotzdem bin ich überglücklich über das gelungene Eurocup Comeback nach der fast 2 jährigen Verletzungspause.

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30. Juni 07 - Graz
Bereits eine Woche später mache ich mich hochmotiviert wieder auf den Weg nach Graz. Für die Österreicher ist es das Finale zur Staatsmeisterschaft und daher von großer Bedeutung. Diesmal ist der Murpegel ein wenig niedriger und so findet das Spektakel unmittelbar unter der zuschauerträchtigen Hauptbrücke im Zentrum statt. Der für den Spot grenzwertig hohe Wasserstand macht die Walze aber äußerst flushy und entsprechend schwierig. Mit etwas Gefühl im Hintern lassen sich allerdings noch saubere Loops und Space Godzillas werfen.


Seppi beim Space Godzilla, Foto: Heimo Streif

Bis zum 5er Finale gelingt es mir auch, mit Hilfe der Loop Taktik unter die ersten Plätze zu fahren. Dann allerdings sind Glück und Sympathie der Judges eher anderen gewogen und es kommt schon in der ersten Finalrunde zum unerwarteten Ausscheiden. Bei der Österreichischen Meisterschaft wird es spannend als Michi Strömer auf Platz 4 landet. Daniel Herzig holt sich Platz 2 und zieht in der ÖM Wertung punktgleich mit Strömer, der sich am Ende also doch mit dem ersehnten Titel des Staatsmeisters schmücken kann. Tagessieger wird mit riskanten und souveränen Läufen verdientermaßen der sympathische Slovene Luka Stricelj. Lediglich die Party-Abgeneigtheit österreicherischer Schreiberinnen stellte einen Wehrmutstropfen bei diesem gelungenen Event dar ;o)!

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Text: Seppi

 
 
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