Ende April herrschte schönes und warmes Wetter im nördlichen Alpenraum. Eigentlich perfekte Kajakbedingungen. Nur eines fehlte: Wasser. Sämtliche Wildflüsse der Umgebung waren trocken oder liefen gerade so auf Niedrigpegel.
Mit einer Ausnahme: der Rissbach bot mit geschmeidigen 100cm ideale Verhältnisse für ein Stelldichein. Und so machten Sportfotograph Peter Lintner und ich uns auf, um an der Klamm eine kleine Fotosession einzulegen.

Am Einstieg, (c) Peter Lintner
Der Rissbach ist eine wahre Perle des Karwendel Gebirges und mündet als einer der Isarzuflüsse bei Fall in den Sylvenstein Stausee. Zwischen dem klassischen Kajakabschnitt im Oberlauf und der Mündung befindet sich noch eine sportliche Niederklamm unmittelbar nach der Österreichisch-Deutschen Grenze, die als schwerstes Wildwasser Deutschlands gilt.
Stefan Meier (links war mit von der Partie), (c) Peter Lintner
Ihren berüchtigten Ruf hat die Rissbachklamm über die letzten Jahr etwas verloren; verbesserten sich doch Fahrtechnik und Material der Wildwasser Paddler in solchem Maße, dass mittlerweile sogar Massenbefahrungen der Klamm vom Alpinen Kajak Club (AKC) organisiert werden. Nichtsdestrotz ist der Anblick von der Brücke über dem ersten Fall immer noch respekteinflößend. Über drei versetzte Stufen unmittelbar hintereinander strömt der Rissbach und bietet so dem geübten Fotografen manch spektakuläre Perspektive. Aber überzeugt euch selbst…

Blick von der Brücke, (c) Peter Lintner
Im ersten Fall, (c) Peter Lintner

Mittig in die zweite Stufe, (c) Peter Lintner

Bericht: Seppi Strohmeier
Fotos: © Peter Lintner |