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News - TEVA Tour update 1  
   

Jeder Wildwasser Paddler hat diesen Traum vom perfekten Kajak Roadtrip: wochenlang von Fluss zu Fluss unterwegs zu sein, immer auf der Suche nach schönem Wetter, optimalen Wasserständen und dem besten Wildwasser, das sich auf dem Weg befindet. In den 90 Jahren hatte TEVA die Idee, eine bunt gemischte Gruppe internationaler Kajakbums auf eine Tour quer durch die Alpen zu schicken, diesen Traum zu leben und dabei einen Film zu produzieren, der die Eindrücke und Erlebnisse dieser Tour für alle zugänglich machen sollte. Dabei standen vor allem Lifestyle und Spaß im Vordergrund. Jeder Tag ein neuer Bach, ein neues Abenteuer, Abends dann in der Runde am Lagerfeuer den Erzählungen vergangener Trips lauschen, gemeinsam kochen, paddeln, reisen und dabei neue Länder und Kulturen kennen lernen.

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Nach 9 Jahren findet nun erstmals wieder eine TEVA Tour statt. Das Ziel ist dabei das gleiche, lediglich die Namen der Teilnehmer haben sich geändert. Ein Duzend Kajak Enthusiasten sind vom 12. bis 22. Mai in Italien, der Schweiz, Österreich und Deutschland unterwegs, um eine Wildwasserperle nach der anderen zu entdecken. Mit auf Tour sind der Extrempaddler Pat Keller aus den USA, Big Wave Experte Anthony Yap aus Australien, die Wildwasserlegenden Arnd Schäftlein aus Deutschland und Francesco Salvato aus Italien, die Freestyle Spezialisten Casper van Kalmthout und Martina Wegman aus den Niederlanden, Beat Rüttimann und Ron Fischer aus der Schweiz, sowie eine Handvoll weiterer motivierter Jungs und Mädels aus ganz Europa, zu denen auch ich gehöre.

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Willkommensrunde der TEVA Tour 2008 im Val Sesia, Foto: Thilo Brunner

Begleitet werden wir von einem Fotographen und zwei Kameraleuten, sowie den Tour Managern von TEVA Holland. Um den Berg an Ausrüstung, Zelten und Kajaks zu transportieren dienen uns 4 große VW Busse und zwei Anhänger.

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Unterwegs mit 4 Bussen und 2 Anhängern, Foto: Thilo Brunner

Tag 1 der TEVA Tour steht ganz im Zeichen der Tour Organisation. Nach einer kurzen Willkommensrunde auf dem kleinen Campingplatz im Val Sesia, Italien, werden die Busse eingeteilt und ein Goodie Pack mit TEVA Schuhen sowie den Tatonka Zelten verteilt, die uns die kommenden 10 Tage gute Dienste leisten werden. Dann geht es auf den ersten Bach. Die Egua ist nicht weit und eignet sich mit ihren zahlreichen Rutschen, Stufen und Katerakten hervorragend zum einpaddeln und warm werden. Auch Foto- und Kamerateam kommen auf ihre Kosten, stellt doch besonders der spektakuläre Röhrenfall am Ausstieg ein ausgezeichnetes Bildmotiv dar.

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Arnd sichert mich am Abschlussfall der Egua, Foto: Barry Schmits

Allerdings kündigt der Wetterbericht langanhaltende Regenschauer für die Alpensüdseite an, weshalb wir beschließen, noch am Abend aufzubrechen und weiter ins Tessin in die Schweiz zu fahren.

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Kleiner Hüpfer am Anfang der Sermenza im Piemont, Foto: Thilo Brunner

Am zweiten Tour Tag wartet bereits ein absolutes Highlight auf uns. Nach ausgibigem Frühstücken auf dem Campingplatz Piccolo Paradiso ist die Verzasca, der „Fluss aus Glas“ unser Ziel. Nicht zu unrecht trägt die Verzasca diesen Namen. Das extrem klare Wasser mit Sicht bis auf den Flussgrund sowie die glatt geschliffenen Felsformationen am Ufer, durchzogen mit erdfarbenen Linien und Mustern, verleihen der Verzasca ihre einzigartige Schönheit.

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Auf der Verzasca, dem "Fluss aus Glas", Foto: Thilo Brunner

Darüber hinaus bietet sie dem erfahrenen Wildwasser Paddler traumhafte Katerakte und Stromschnellen bis hin zum höchsten Schwierigkeitsgrad. Die Krönung des Tages liefert allerdings das Wetter. Blauer Himmel und Sonnenschein von früh bis spät sorgt für breites Grinsen auf unseren Gesichtern und zahlreiche Badegäste am Ufer. Und so halten wir nach jeder Flussbiegung nicht nur nach den spektakulären Stromschnellen, sondern auch nach tessiner Schönheiten Ausschau.

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Die ganze Gruppe auf dem Wasser, Foto: Thilo Brunner

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Seppi erwischt eine Schanze auf der unteren Verzasca, Foto: Thilo Brunner

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Im Husarenritt ist der Weg über den Kicker die eleganteste Linie, Foto: Thilo Brunner

Abends dann nehmen Casper und Kees den Kochlöffel in die Hand und tischen mit Buritos (Tortillas gefüllt mit Hackfleisch, allerlei Gemüse, Käse und Dipsoßen) mexikanische Köstlichkeiten auf. Kurz bevor wir uns in die Schlafsäcke lümmeln gibt’s noch einen actiongeladenen Kajakfilm auf DVD, den wir uns auf dem kleinen Bildschirm eines Laptops reinziehen.

Spannend ist schließlich nicht nur die Kajak DVD vom Vorabend, sondern auch die Aktion in der Mellezza Schlucht, die wir uns für den dritten TEVA Tour Tag vorgenommen haben. Um in besagte Schlucht zu gelangen muss man das Kajak nämlich hunderte Meter über steile Geröllhänge bis zum Flussufer hinab schuften.

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Der Einstieg der Mellezza verlangt uns einiges ab, Foto: Thilo Brunner

Als wir schwitzend und keuchend von der anstrengenden Plackerei am Schluchtgrund angelangen, hören wir von oben Warnpfiffe und Schreie. Kurz danach stellt sich heraus, dass heute am flussauf gelegenen Stausee Reinigungsarbeiten angesetzt sind und dafür der Seepegel abgesenkt werden soll. Eine Erhöhung der Wassermenge der Mellezza von 14 auf 50 m³/s ist angekündigt. Das ist eindeutig zu viel für unsere große Gruppe in dieser engen Schlucht. Schleunigst packen wir die schweren Kajaks auf die Schulter und arbeiten uns das steile Schluchtufer wieder empor. Gerade noch gut gegangen.
Oben angekommen beschließen wir, statt dessen den nahe gelegenen Ribo in Angiff zu nehmen und dort unsere letzten Kraftreserven zu gebrauchen.

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Noch vor dem eigentlichen Fall präsentiert sich der Ribo mit einer wuchtigen S-Kurve, Foto: Thilo Brunner

Das besondere am Ribo ist die beinahe senkrechte, 15 Meter hohe Rutsche gleich am Einstieg. Hier sind Adrenalinschübe garantiert. Wer einmal in den Pool oberhalb der Rutsche eingesetzt hat, für den gibt es kein zurück mehr. Also gilt es, die Linie zu treffen, das Boot gerade zu halten und rechtzeitig mit dem Oberkörper nach vorne zu rollen, um den harten Aufprall möglichst gut abzufangen. Die ganze Gruppe meistert die Rutsche problemlos und so mancher kann von der ersten Befahrung nicht genug kriegen und trägt das Kajak sogar noch mal hinauf. Second run, double fun.

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Mittlerweile schon ein Klassiker, die 15 Meter Rutsche am Ribo, Foto: Thilo Brunner

Leider wird nun auch das Wetter sichtlich schlechter und die angekündigten Regenschauer setzten ein. Und so packen wir dann am nächsten Morgen unser Camp zusammen und machen uns auf den Weg in die Nordschweiz, um an den folgenden Tagen noch ein paar Sonnenstrahlen zu ergattern. Mehr davon in Kürze im TEVA Tour update Nummer 2…

Text: Seppi Strohmeier
Bilder: Thilo Brunner, Barry Schmits

TEVA Tour update 2 | TEVA Tour update 3

Weitere Infos und Bilder auf www.tevatour.com

 
 
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