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News - Uganda Trip 09: Bujagali und Day One Section  
   

“The best 30 kms of whitewater of your life” verspricht die Flusskarte der Day One Section des Weißen Nils. Als der längste Fluss der Welt wird der Nil hauptsächlich vom Blauen und Weißen Nil gespeist, der im Oberlauf auch Viktoria Nil genannt wird. Letzterer entspringt aus dem Viktoria See im ostafrikanischen Uganda und gilt auf Grund seiner einzigartigen Stromschnellen, Wellen und Walzen bereits kurz nach der Quelle als einer der schönsten Flüsse überhaupt. Doch der Bau eines Staudamms zur Stromgewinnung wird bereits in wenigen Monaten einige der schönsten Katarakte für immer unter einem Stausee begraben.


Foto: Nico Langner

Dies hat uns, Nico Langner, Christian Hölzel und mich, dazu bewogen, dem verlockenden Ruf des Nils zu folgen und für gut 3 Wochen nach Uganda zu fliegen.

Anfang März landen wir mitten in der Nacht mit unseren Kajaks am Flughafen von Entebbe und werden von unserem Shuttle kurz darauf nach Bujagali an die Day One Section, den obersten Nilabschnitt, gebracht. Und diese Nachtfahrt macht uns gleich mit der ugandischen Verkehrsordnung vertraut. Demnach scheint das größere Fahrzeug auf der schmalen Schotterstraße immer Vorrang zu haben. Überholvorgänge werden durch Hup- und Fernlichtsignale energisch angekündigt, um dann trotz Gegenverkehr mit nur wenigen Zentimetern Abstand an dem an den Fahrbahnrand gedrängten Auto, Moped oder Fahrrad vorbei zu rauschen.


Foto: Nico Langner

So chaotisch sie auf der Straße auch sein mögen, so gastfreundlich und gutgelaunt empfangen uns die Locals in Bujagali. „Hello Mzungu, how are you?“ hören wir von überall. Jeder ist daran interessiert, wo wir herkommen und wie lange wir bleiben und freut sich über unsere Begeisterung für die atemberaubende Schönheit der Landschaft und des Flusses, die sich uns bietet. Alleine schon die Aussicht über den Nil vom Camp am Einstieg aus, ist ein absoluter Traum.


Foto: Nico Langner


Foto: Nico Langner

Im Verlauf der etwa 30km langen Day One Section verzweigt sich der Nil in unzählige Kanäle, windet sich um kleine Inseln und töst unvermittelt über zahlreiche wuchtige Rapids im mittleren bis sportlichen Schwierigkeitsgrad hinab um sich dann auf beschaulichen Flachwasserpassagen dazwischen wieder zu beruhigen. Eingerahmt wird das Landschaftsbild vom lehmigroten Gestein Ostafrikas und dem saftigen Grün der Savannenvegetation.


Foto: Nico Langner

Der Nil führt bereits ab der Quelle eine geschätzte Wassermenge von 1500 m³/s und bildet dementsprechend kräftige Stromschnellen mit Respekt einflößenden Namen wie Widow Maker, Silverback, Itanda Falls oder The Bad Place.


Foto: Nico Langner

So manchen Rücklauf gilt es dabei unbedingt zu vermeiden und so sind wir sichtlich erleichtert, als wir in Bujagali auf Jutta Kaiser, eine deutsche Paddelfreundin, treffen, die uns in den ersten Tagen die Day One Section hinunter führt und die richtige Linie durch die unzähligen Channels und Rapids weist.


Seppi fährt Bujagali Falls auf der rechten Seite, Foto: Nico Langner

Um vom Ausstieg wieder zum Camp am Einstieg zu gelangen organisiert man sich am besten ein Boda Boda. Bei Boda Bodas handelt es sich um Moped Taxis, die hier zusammen mit den Matatus, den Bus Taxis, mit das wichtigste Verkehrsmittel darstellen. Für 3000 Uganda Schillings, umgerechnet gut einen Euro, kann man sich mit samt dem Boot unterm Arm, von seinem Boda Boda Fahrer geschwind zurück nach Bujagali bringen lassen. Der Weg dorthin führt entlang lehmigroter Dirtroads durch kleine Dörfer der am Nil ansässigen Bevölkerung. Die am Weg spielenden Kinder machen sich einen Spaß aus den mit Kajaks beladenen Mopeds und laufen den knatternden Boda Bodas winkend und „Mzungu“ rufend hinterher.


Casper van Kalmthout, Foto: Sven Joos

Nach einigen Tagen auf dem obersten Nilabschnitt zieht es uns schließlich weiter ins Landesinnere den Nil hinab, zur Day Two Section, die zwar kürzer ist und weniger Wildwasser aufweist, dafür aber voll gepackt ist mit Spielstellen und eine Surfwelle nach der anderen für uns bereithält.

Bericht: Seppi Strohmeier

Hier gehts zum zweiten Bericht: The Hairy Lemon, Nile Special und Murchison Falls

 
 
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