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| News - Uganda Trip 09: Hairy Lemon, Nile Special und Murichson | |||||
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Den Ausstieg der Day Two Section stellt ein Camp namens The Hairy Lemon dar, das sich auf einer paradiesischen Insel mitten im Nil befindet und nur auf dem Wasserweg erreicht werden kann.
Auf dem Hairy Lemon schlagen wir unsere Zelte für die kommenden Tage auf.
Das Camp ist Hauptanziehungspunkt für Paddler in Uganda, da sich in unmittelbarer Nähe gleich drei Wellen mit weltklasse Niveau befinden, die jeweils zu unterschiedlichen Wasserständen und Tageszeiten laufen.
Die Wellen sind nach den ortsansässigen Biermarken „Nile Special“, „Bell“ und „Club“ benannt. Am Vormittag führt der Nil kraftwerksbedingt etwas weniger Wasser und so herrschen perfekte Bedingungen für die Club Wave, welche zwar nur mittelgroß ist, aber dafür ein Schaumpolster aufweist und den Paddler so auch bei schwierigen Manövern noch auf der Welle hält.
Im Laufe des Nachmittags steigt dann der Wasserstand kontinuierlich an und Nile Special, eine der besten Flusswellen überhaupt, beginnt sich zu bilden. Je später am Tag desto größer und steiler wird der Wellenberg und so surfen wir meist fast bis Einbruch der Dunkelheit.
Um auf die Welle zu gelangen bedarf es bei unserem Wasserstand allerdings eines Seiles, mit Hilfe dessen man sich ins Wellental ziehen kann. Die Rope Boys, Jungs aus dem Dorf nebenan, verdienen sich dabei ein kleines Taschengeld, indem sie das Seil nach jedem Lauf wieder einholen und dem nächsten wartenden Paddler reichen.
Nach einigen Tagen intensiven Paddelns auf Club Wave und Nile Special wird es allerdings Zeit, unseren müden Körpern etwas Entspannung zu gönnen. Wir beschließen, auf Safari im Murchison Falls Nationalpark zu gehen, um auch andere Teile Ugandas und vor allem die Tier- und Pflanzenwelt Ostafrikas genauer kennen zu lernen. Murchison Falls ist der größte Nationalpark Ugandas und zählt zu den besten in ganz Afrika.
Hauptattraktion sind die gewaltigen Murchison Wasserfälle, die dem Park ihren Namen geben. Hier bricht der mehrere tausend Kubikmeter führende Nil über eine nur 6 Meter breite Abbruchkante ca. 42 Meter weit in die Tiefe. Eine atemberaubende Demonstration der Gewalt von Wassermassen.
Aber auch die Tierwelt in Murchison ist beeindruckend. Auf unserer Fahrt durch den Nationalpark entdecken wir Löwen, Giraffen, Elefanten, Krokodile, Nilpferde und viele weitere Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum.
Besonders spannend ist dabei unser Camp am Rande der Nile Safari Lodge. Befindet sich dieses doch unmittelbar im nächtlichen Weidegebiet der Nilpferde. Ein mit Pfeil und Bogen bewaffneter Wächter führt uns nach dem Abendessen über Hippopfade zu unseren Zelten, ein weiterer Wächter hält die Nacht über mit einem Speer am Lagerfeuer Wache. Und dies nicht ohne Grund, denn bereits wenig später können wir die Hippos nur einen Steinwurf entfernt genüsslich grasen und grunzen hören. Wieder zurück in Bujagali genießen wir die wenigen letzten Tage unseres Afrika Trips nochmals an der Day One Section, da ein Großteil der dortigen Stromschnellen wahrscheinlich schon in einem Jahr für immer verloren sein wird. Traurig für die Paddlergemeinde sowie ein Problem für die anliegende Bevölkerung, da für sie schwerwiegende Folgen im Tourismus und der Landwirtschaft absehbar sind.
Allerdings stellt Uganda eines der am schnellsten wachsenden Länder Afrikas dar und der Bedarf an Energie ist bei weitem nicht gedeckt. So ist denn der Bau des Kraftwerks auf Höhe des Silverback Rapids zumindest teilweise nachvollziehbar. Unsere Empfehlung lautet daher, so schnell wie möglich noch an den Nil nach Uganda zu fliegen. Denn derart schönes Wildwasser eingebettet in die paradiesische Landschaft Ostafrikas gibt es kein zweites Mal auf der ganzen Welt… Bericht: Seppi Strohmeier Hier gehts zum ersten Bericht: Bujagali und Day One Section |
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